Aussprachehinweise, Hörbeispiele

Es sind Hörbeispiele geplant. Vorläufig gibt es hinter vielen einfachen Wörtern Hinweise zur einlautigen (monophthongischen) bzw. zweilautigen (diphthongischen) Aussprache langer Selbstlaute (Vokale),
- wenn sie im Plattdeutschen anders ausgesprochen werden als im Hochdeutschen
- wenn im plattdeutschen Wort ein anderer Selbstlaut steht als im hochdeutschen.
Die Kennzeichnung der betreffenden Wörter wird fortlaufend ergänzt.
Es finden sich für
  1. das lange <e/ee/eh>
    [e:] bei einlautiger und geschlossener Aussprache, z. B. in Deel (= Diele) , leven (= leben)
    [ε:] bei einlautiger und offener Aussprache, z. B. in fegen (= fegen) , dregen (= tragen) ,
    ferner regional auch in Deel (= Diele) , leven (= leben)
    [εɪ] bei zweilautiger Aussprache, z. B. in Deel (= Teil) , leven (= lieben) , sehn (= sehen) .
  2. das lange <o/oo/oh>
    [o:] bei einlautiger geschlossener Aussprache, z. B. in bohren (= bohren)
    [ɔ:] bei einlautiger offener Aussprache, z. B. in oordig (= artig)
    [ɔʊ] bei zweilautiger Aussprache, z. B. in groot (= groß)
  3. das lange <ö/öö/öh>
    [ø:] bei einlautiger und geschlossener Aussprache, z. B. in böhren (= heben)
    [œ:] bei einlautiger und offener Aussprache, z. B. in Köök (= Küche)
    [œy] bei zweilautiger Aussprache, z. B. in gröön (= grün)
Keine besonderen Hinweise gibt es jedoch für die einfachen Wörter
  1. mit einlautigen Selbstlauten in den Endungen (Suffixen)
    -eer [e:] (hd. -ier), z. B. in Maneer (= Manier)
    -eert [e:] (hd. -iert), z. B. in probeert (= probiert)
    -eren [e:] (hd. -ieren), z. B. in marscheren (= marschieren)
    -erer [e:] (hd. -ierer), z. B. in Koperer (= Kopierer)
  2. mit zweilautigen Selbstlauten in den Endungen
    -ee/-eree [εɪ] (hd. -ei/-erei), z. B. in Kanzlee (= Kanzlei) , Bäckeree (= Bäckerei)
    -eel [εɪ] (hd. -ele), z. B. in Paralleel (= Parallele)
    -ees [εɪ] (hd. -ese), z. B. in Chinees (= Chinese)
    -et [εɪ] (hd. -et), z. B. in Paket (= Paket)
    -fon [ɔʊ] (hd. -fon), z. B. in Telefon (= Telefon)
    -ion [ɔʊ] (hd. -ion), z. B. in Religion (= Religion)
    -kschöös [œy] (hd. -ktiös), z. B. in infekschöös (= infektiös)
    -ood [ɔʊ] (hd. -ode), z. B. in marood (= marode)
    -oog [ɔʊ] (hd. -oge), z. B. in Pädagoog (= Pädagoge)
    -oor [ɔʊ] (hd. -or), z. B. in Motoor (= Motor)
    -oos [ɔʊ] (hd. -ose), z. B. in Matroos (= Matrose)
    -os [ɔʊ] (hd. -os), z. B. in famos (= famos)
    -ös [œy] (hd. -ös), z. B. in nervös (= nervös)
    -schoon [ɔʊ] (hd. -sion, -ssion, -ktion), z. B. in Profeschoon (= Profession) , Akschoon (= Aktion)
    -theek [εɪ] (hd. -theke), z. B. in Aptheek/Aftheek (= Apotheke)
Das lange <a/aa/ah> wird im Plattdeutschen in der Regel [ɔ:] gesprochen wie im dänischen Aalborg oder im englischen all, z. B. in Straat (= Straße) . Regional wird ein [o:] gesprochen wie im hochdeutschen bohren, hier kann z. B. Stroot geschrieben werden.
Das <j> wird im Plattdeutschen meistens wie in Journal (Zeitung) stimmhaft [Ʒ] gesprochen, z. B. in Jack (= Jacke) .
Möchte man die Aussprache zusammengesetzter Wörter erfahren, z. B. hoochböhren (hochheben) , suche man die einfachen Wörter, im Beispiel hooch (hoch) und böhren (heben) .
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